Zhijian Chen

Zhijian „James“ Chen (* Januar 1966 in einem Dorf in Anxi (Quanzhou)) ist ein chinesisch-US-amerikanischer Biochemiker und Hochschullehrer am University of Texas Southwestern Medical Center.

Chen studierte an der Fujian Normal University mit dem Bachelor-Abschluss in Biologie 1985 und an der State University of New York at Buffalo, an der er 1991 in Biochemie promovierte. Als Post-Doktorand war er am Salk-Institut. Er forschte für die Firma Baxter Healthcare in Irvine (Kalifornien) und die Biotechnikfirma ProScript in Cambridge (Massachusetts) (die an der Therapie mit dem Chemotherapeutikum gegen Krebs Bortezomib (Velcade) arbeitete). Dort begann auch seine Forschung über Ubiquitin (mit Tom Maniatis). Ab 1997 setzte er seine Forschung am Southwestern Medical Center der University of Texas fort. Er ist dort George L. MacGregor Professor für Biochemie und außerdem Forscher für das Howard Hughes Medical Institute.

Er befasst sich mit Signalwegen und Signalmolekülen zum Beispiel bei der angeborenen Immunantwort. Er entdeckte eine der Funktionen von Ubiquitin (Aktivierung von Proteinkinasen für den NF-κB Signalweg und den MAP-Kinase-Weg), das mitochondrische Antivirus Signalprotein MAVS (Mitochondrial Anti-Viral Signaling protein) und die Rolle der Mitochondrien in der angeborenen Immunantwort, Zyklische GMP-AMP Synthase (cGAMP Synthase, cGAS) als Cytosolischen DNA-Sensor und einen neuen Signalweg des angeborenen Immunsystems über den Second Messenger Zyklisches Guanosin Monophosphat-Adenosin Monophosphat (cyclic GMP-AMP, cGAMP). Die letztgenannten Stoffe sind Teil eines von Chen neu entdeckten Abwehrmechanismus des angeborenen Immunsystems, bei dem DNA außerhalb des Zellkerns detektiert wird (Zeichen für Viruserkrankungen oder Tumoren), was Entzündungsreaktionen auslöst.

Für 2019 erhielt er den Breakthrough Prize in Life Sciences. Er ist Mitglied der National Academy of Sciences und erhielt 2012 den NAS Award in Molecular Biology, 2015 den Merck Award der American Society of Biochemistry and Molecular Biology (ASBMB), 2018 den Lurie Prize in Biomedical Sciences und 2020 den William B. Coley Award.

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