Herzogin Elisabeth Hospital

Stiftung Herzogin Elisabeth Hospital
Trägerschaft Private Stiftung
Ort Braunschweig
Bundesland Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 13′ 59″ N, 10° 31′ 35″ O
Geschäftsführende Vorständin Monika Skiba
Betten 205
Mitarbeiter 803[1]
Fachgebiete Chirurgische Klinik, Gefäßchirurgische Klinik, Medizinische Klinik, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Klinik für Geriatrie, Orthopädische Klinik
Gründung 04.06.1909
Website www.heh-bs.de
Lage
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Kartenausschnitt Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig-Melverode

Die Einrichtung Herzogin Elisabeth Hospital (oder kurz HEH-Kliniken oder HEH) wurde am 4. Juni 1909 auf Betreiben der namensgebenden Herzogin Elisabeth (1854–1908) und des damaligen Stadtrates Max Jüdel als „Herzogin-Elisabeth-Heime (Landeskrüppel-, Heil- und Pflegeanstalt)“ gegründet. Betrieben wird das Krankenhaus von der „Stiftung Herzogin Elisabeth Hospital“ und bietet neben modernen medizinischen Einrichtungen auch therapeutische Betreuung und patientenorientierte Pflege.

Geschichte

Der erste leitende Arzt der Einrichtung war Hans Schlee (1871–1944).[3] Anfangs wurden je fünf Plätze für männliche und weibliche Personen im Alter von 0 bis 14 Jahren vorgehalten. Schlee war Spezialarzt für Chirurgie und Orthopädie. Zusätzlich gab es zwei Pfleger sowie eine Haushälterin. Es gab einen Operationssaal, Gerätschaften zur Medikomechanik, eine orthopädische Werkstatt sowie ein Röntgenlabor und eine schulische Ausbildung für die Patienten, der durch eine Volksschullehrerin erteilt wurde.[4]

Ein Gebäude der ersten Einrichtung wurde zunächst als Blindenerziehungsanstalt genutzt, die von einer durch Heinrich Lachmann gegründeten Stiftung betrieben wurde. 1921 wurde das Anstaltsgebäude an das Herzogin-Elisabeth-Heim verpachtet. Die Stiftung des bürgerlichen Rechts, die das 1909 gegründete Herzogin Elisabeth Heim ins Leben gerufen hatte, zog im selben Jahr in dieses Gebäude ein. Die Einrichtung kümmerte sich insbesondere um Kinder und Jugendliche aus dem Herzogtum Braunschweig. Die Stiftung bezog ihr Gründungskapital aus dem Vermächtnis der Herzogin Elisabeth, Gemahlin des mecklenburgischen Herzogs Johann Albrecht, sowie aus Spenden des Industriellen Max Jüdel und aus Mitteln des Landes. Bis zum Umzug 1921 war die Stiftung in der orthopädisch-chirurgischen Praxis des leitenden Arztes in der Jasperallee Nr. 85 untergebracht. Im Jahr 1935 wurde das Heim in ein allgemeines Krankenhaus umgewandelt. 1941 wurden die Räume des ehemaligen Herzog-Wilhelm-Blindenasyls in der Husarenstraße 78 und 79 zur Erweiterung angemietet. Die Grundstücke wurden 1958 von der Stiftung erworben und in den 1970er Jahren mit einem Erweiterungsbau bebaut. Da der Platz noch immer nicht ausreichte, wurde 1974 in Melverode in der Leipziger Straße 24 ein Neubau errichtet. In diesen Gebäudekomplex wurde bis zum Jahr 2007 der gesamte Krankenhausbetrieb verlagert.[5] Die ehemaligen Gebäude des Herzogin Elisabeth Hospitals wurden ab 2008 nach Neu- und Umbauten durch das DRK-Seniorenzentrum weitergenutzt.[6]

Das Herzogin Elisabeth Hospital arbeitet eng mit dem Medizinischen Versorgungszentrum für diagnostische Radiologie und Nuklearmedizin an der Kurt-Schumacher-Straße in Braunschweig zusammen. Am 1. November 2011 wurde die interne MRT-Abteilung des HEH an das Partnerunternehmen übergeben.[7]

Im Juni 2012 wurden in einem dem HEH angegliederten Neubau ein Ärztehaus und ein Operationszentrum im Herzogin Elisabeth Hospital eröffnet. Diese bieten zwei ambulante Operationssäle, eine Einrichtung zur Computertomographie, Angiografie und Arztpraxen unterschiedlicher Fachrichtungen.[8]

Das Herzogin Elisabeth Hospital wurde 2017 im Rahmen eines Projektes der Weltgesundheitsorganisation mit dem Status „Silber“ ausgezeichnet.[9]

Einrichtungen

Kliniken für Zentren für Weitere Einrichtungen

Literatur

  • Krankenhaus Herzogin-Elisabeth-Heim (Hrsg.): Krankenhaus Herzogin-Elisabeth-Heim: 1909–1959 – 50 Jahre Dienst an Kranken. Waisenhaus-Buchdruckerei, Braunschweig 1959, OCLC 258297288.
  • Wieder Focus-Auszeichnung für HEH-Mediziner. BZV Medienhaus GmbH (standort38.de).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Das HEH in Braunschweig – Über uns. In: heh-bs.de. 2019, abgerufen am 16. Mai 2019.
  2. Stadtchronik Braunschweig – 4. Juni 1909. braunschweig.de, abgerufen am 16. Mai 2019.
  3. Konrad Biesalski: Kriegskrüppelfürsorge – ein Aufklärungswort zum Troste und zur Mahnung. Leopold Voss, Leipzig 1915, S. 43 (Textarchiv – Internet Archive).
  4. Konrad Biesalski: Leitfaden der Krüppelfürsorge – im Auftrage der Deutschen Vereinigung für Krüppelfürsorge. Leopold Voss, Leipzig / Hamburg 1911, S. 98–99 (Textarchiv – Internet Archive).
  5. Bettina Thoenes: HEH-Kliniken werden 2007 zusammengelegt. In: Braunschweiger Zeitung. 25. Juni 2003 (braunschweiger-zeitung.de – Zugriff kostenpflichtig).
  6. Das Blindenasyl: Ein geschichtsträchtiges Gebäude am Fuße des Wasserturms. In: Klinterklater. Nr. 1/ 17. Jahrgang, 54. Ausgabe, März 2015, S. 5 (spd-braunschweig.de PDF).
  7. HEH und MVZ – üBAG Radiologie und Nuklearmedizin Dr. Scholz. radiologie-braunschweig.com, abgerufen am 17. Mai 2019.
  8. Braunschweig – Eröffnung Ärztehaus & OP-Zentrum im Herzogin Elisabeth Hospital. (PDF) Ingenieurgesellschaft Meinhardt Fulst, abgerufen am 17. Mai 2019.
  9. Auszeichnung für das HEH. In: Braunschweiger Zeitung. 20. September 2017 (braunschweiger-zeitung.de – Zugriff kostenpflichtig).