Elmar Arnhold

Elmar Arnhold an der Kemenate Hagenbrücke (2022)

Elmar Arnhold (* 29. August 1964 in Nieheim) ist ein deutscher Architekturhistoriker und Sachbuchautor.

Leben

Arnhold legte das Abitur am König-Wilhelm-Gymnasium in Höxter ab und studierte anschließend an der Technischen Universität Braunschweig Architektur. 1993 erhielt er sein Diplom mit einer städtebaulichen Arbeit über ein Seebad auf der Ostseeinsel Usedom. Bereits während des Studiums waren seine Schwerpunkte Stadtbau- und Architekturgeschichte mit dem Fokus auf mittelalterlichem Städtebau sowie Profanbauten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.

Bis 2003 arbeitete er als Bauforscher in der Arbeitsgruppe Altstadt in Braunschweig. Seitdem ist er als Freiberufler mit den Schwerpunkten historische Bauforschung, Architekturvisualisierung und Publikationen tätig.[1]

Arnhold hat Lehraufträge am Institut für Bauwerkserhaltung und Tragwerk sowie am Institut für Baugeschichte der Technischen Universität Braunschweig. 2006 initiierte er die in Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig und dem Museum im Schloss Wolfenbüttel präsentierte Ausstellung „Hermann Korb und seine Zeit – Barockes Bauen im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel“. Im Rahmen dieser Arbeit entstand eine vielbeachtete virtuelle Rekonstruktion des nicht mehr vorhandenen Lustschlosses Salzdahlum.

Zwischen 2009 und 2015 war Arnhold Autor der im Kotyrba-Verlag in Braunschweig erschienenen Reihe Arnhold & Kotyrba Architekturführer (30 Titel). Er ist Mitglied der Koldewey-Gesellschaft, Vereinigung für baugeschichtliche Forschung e.V. und des Arbeitskreises für Hausforschung.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Alle Arten von bürgerlichen Wohnhäusern, in: Hermann Korb und seine Zeit 1656–1735 – Barockes Bauen im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel (Hrsg.: Museum im Schloss Wolfenbüttel und Fachgebiet Baugeschichte der TU Braunschweig). Braunschweig 2006, ISBN 978-3937664-51-4, S. 185–226
  • Architectura militaris – Architectura civili-militaris, in: Hermann Korb und seine Zeit 1656–1735 – Barockes Bauen im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel (Hrsg.: Museum im Schloss Wolfenbüttel und Fachgebiet Baugeschichte der TU Braunschweig). Braunschweig 2006, ISBN 978-3937664-51-4, S. 245–266
  • Von Häng- oder Sprengwercken, in: Hermann Korb und seine Zeit 1656–1735 – Barockes Bauen im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel (Hrsg.: Museum im Schloss Wolfenbüttel und Fachgebiet Baugeschichte der TU Braunschweig). Braunschweig 2006, ISBN 978-3937664-51-4, S. 273–285
  • Mit Frank Ziehe: „Wo Rom / Pariß/ und Haag in eim begriff sich zeigt.“, Das fürstliche Lustschloss zu Salzdahlum im 18. Jahrhundert (Hrsg.: Förderverein Schloss Wolfenbüttel e. V.). DVD, Wolfenbüttel 2007
  • Die Braunschweiger Kemenate, Steinwerke des 12. bis 14. Jahrhunderts in Braunschweig. Braunschweig 2009, ISBN 978-3-926701-76-3
  • Mit Pablo de la Riestra: Das unzerstörte Erbe Deutschlands. Husum 2015, ISBN 978-3-898768-03-0
  • Mit Fotos vom Günter Pump: Kleines Braunschweig-ABC. Husum 2016, ISBN 978-3-89876-809-2
  • Mit Frank Ziehe: Das Herzog Anton Ulrich-Museum und seine Sammlungen, Virtuelle Rekonstruktionen zu den historischen Standorten (Hrsg.: Freundeskreis des Herzog Anton Ulrich-Museums). DVD, Braunschweig 2016
  • Die historischen Stadtkerne im Fachwerk5eck (Hrsg.: Geschäftsstelle Fachwerk5eck). Northeim 2017 (keine ISBN)
  • Die Fachwerkarchitektur im Fachwerk5eck (Hrsg.: Geschäftsstelle Fachwerk5eck). Northeim 2018 (keine ISBN)
  • Mittelalterliche Metropole Braunschweig: Architektur und Stadtbaukunst vom 11. bis 15. Jahrhundert. Braunschweig 2018, ISBN 978-3-944939-36-0
  • Braunschweiger Plätze in Geschichte und Gegenwart (Hrsg.: Richard Borek Stiftung). Braunschweig 2021, ISBN 978-3-982311-50-0
  • Mit Luftaufnahmen von Hajo Dietz: Sichtachsen in Deutschland, Städte Parks Gärten. Regensburg 2021, ISBN 978-379543668-1
  • Geschichtsverein Goslar (Hrsg.): Aus Stein gebaut – Goslars mittelalterliche Wohnhäuser. In:Beiträge zur Geschichte der Stadt Goslar. Goslarer Fundus Band 56, Bielefeld 2016, ISBN 978-3-7395-1056-9.

Weblinks

Einzelnachweise